Lokale Entwicklungsstrategie (LES)

Mit dieser Entwicklungsstrategie hat sich die Interessengruppe „Rund um den Huy“ im März 2015 erneut um die Anerkennung als CLLD/LEADER-Region beworben. Im August 2015 wurde die LEADER-Region Rund um den Huy offiziell anerkannt. Im Anschluss an die mit der Anerkennung einhergehende Auflagenerfüllung wurde im November 2015 eine 2. überarbeitete Fassung der LES erstellt.

Die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) Rund um den Huy  können Sie sich hier herunterladen.

Leitbild

Die Region „Rund um den Huy“ möchte sich bis 2021 zu der Reverenz-Region für Freizeit- und Lebensqualität sowie Klimaschutz im Landkreis Harz entwickeln. Sie möchte ihren heutigen wie künftigen Einwohnern attraktive Rahmenbedingungen für ein gelingendes Leben bieten, so dass die anstehenden Herausforderungen gemeinsam angegangen und konstruktiv beantwortet werden können. Um dies zu erreichen, soll das Vorhandene in Natur, Kultur, Energie und Wirtschaft in seinen vielfältigen, regionalen Möglichkeiten erkannt, entwickelt und genutzt werden.

Zur Umsetzung der Entwicklungsstrategie wurden drei Handlungsfelder konzipiert:

Handlungsfeld 1: Die Wertschätzung erhöhen und die Lebensqualität steigern

Mit diesem ersten Handlungsfeld soll auf die besondere räumliche Lage und auf die sich daraus ergebenden
Entwicklungschancen eingegangen werden. Die SWOT-Analyse innerhalb der Lokalen Entwicklungsstrategie hat herausgearbeitet, dass die Region „Rund um den Huy“ über einige Merkmale verfügt, die als Alleinstellungsmerkmale verwendet werden können. Sie liegt ein wenig abseits von den Räumen, in denen zurzeit die Dynamiken wirken, die Wachstum erzeugen. Im Wettbewerb der Regionen gewinnen zwar oft die Stadt-Regionen, „mit einer intelligent gesteuerten Verdichtung von Wissen (Universitäten, Forschungseinrichtungen, Spin Offs), kooperativen Kommunen und Unternehmen, spezialisierten Dienstleistern sowie einer hohen Lebens- und Freizeitqualität.“ (vgl. Reiter, A.: Lebensqualität im 21. Jahrhundert, S. 3). Die Region „Rund um den Huy“ bietet dafür andere Qualitäten an, die zunehmend für Einheimische wie Zugezogene den Maßstab für Lebensqualität darstellen: Leben in einer natürlichen Umgebung, mit besten Voraussetzungen für Familien und dennoch nicht weit weg von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.

Handlungsfeld 2: Durch Tourismus-, Kultur- und Naturerlebnisangebote die Freizeitqualität der Region stärken

Die Region „Rund um den Huy“ liegt räumlich entfernt von den wirtschaftlichen Wachstumsachsen und Arbeitsmarktzentren. Auf der anderen Seite bedeutet das Leben in der Region auch, „in einer intakten Natur zu leben“, hier „glücklich zu sein“. (vgl. Reiter, A.: Lebensqualität im 21. Jahrhundert, S. 3.) In einer attraktiven Freizeitlandschaft zu leben, bedeutet einen immateriellen Zugewinn an Wohlbefinden, denn wer dort lebt, wohin andere als Besucher und Gäste reisen, fühlt sich selber wohler. Die Region weist eine reichhaltige Kulturlandschaft auf, in der ganz unterschiedliche Naturerlebnisorte und kulturelle Besonderheiten Einheimische wie Gäste zu ganz verschiedenen Angeboten und Tätigkeiten einladen. Der Region ist dabei bewusst, dass sie keine klassische Tourismusregion ist, wie etwa der Harz, dass aber genau diese Mischung, für Einheimische wie für Fremde interessant und besuchenswert zu sein, die Potenziale einer Freizeitregion ausmachen, die unterstützt und ausgebaut werden sollen.

Handlungsfeld 3: Energieeffizienz und Qualifikation in unserer Region

Das dritte Handlungsfeld handelt davon, die regionalen Potenziale in zwei für die Zukunft der Region sehr wichtigen Themenfeldern aufzuwerten und zu nutzen. Zum einen geht es um die Kenntnisse und den Umgang mit Energie. Die Region beherbergt mit der Stadt Osterwieck die Kommune, die im Mittelpunkt der „Regenerativen Modellregion Harz“ steht, einem Forschungsprojekt im Rahmen der Förderinitiative „E-Energy – IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft”, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Energieeffizienz umgesetzt wird. Über die Jahre hat sich hier eine große Kompetenz angesammelt, die sehr geeignet ist, das dritte der fünf Kernziele der Europa 2020-Strategie zu unterstützen: Klimawandel und nachhaltige Energiewirtschaft. Das zweite Thema erfasst das vierte und fünfte der fünf EU-Kernziele für das Jahr 2020, Bildung, vor allem die Verringerung der Quote vorzeitiger Schulabgänger auf unter 10 % und Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung, vor allem durch die Möglichkeiten des lebenslangen Lernens und unterschiedlicher Wissensvernetzung und Qualifikation.