Theaterumfeldgestaltung Halberstadt

Neugestaltung Hans-Auenmüller-Platz zur Freilichtbühne für Konzerte und Kleinkunst in Halberstadt

Foto:  Theaterförderverein Halberstadt e.V.

  • Umsetzungszeitraum:
    • 2026-2027
  • EU-Fonds:
    • EFRE
  • Handlungsfeld:
    • 1: Lebensqualität in den Städten und Dörfern
    • 2. Kultur, Tourismus und Freizeit
  • Ort der Maßnahme:
    • Halberstadt
  • Trägerschaft:
    • Theaterförderverein Halberstadt e.V.
  • Projektvideos

Der Theatervorplatz, seit 2011 nach dem ehem. Dirigenten und Komponisten Hans Auenmüller benannt (geb. 1926 in Dresden, gest. 1991 in Huy-Neinstedt, ab 1955 Musikdirektor in Halberstadt), wurde in den 1950er Jahren gestaltet. Seitdem ist der Platz unverändert und hat mittlerweile die Anmutung einer Vorfahrt mit Autostellflächen und Zufahrt zu Magazin und Hinterhof.
Das Pflaster ist durchweg ausgefahren und wellig, Bordsteine sind abgesackt und bröcklig, die Straßenlaternen sind verrostet, der Brunnen zum Stiefmütterchenbeet verkommen. Die Zufahrtsfläche zum Stadtzentrum ist komplett marode.
Der Zugang für das Publikum vom südwestlich gelegenen Parkplatz führt durch Gebüsch und ist für Nicht-eingeweihte unauffindbar. Der Weg ins Theater ist für ältere Menschen oder Personen mit Mobilitätseinschränkung eine echte Herausforderung.
Der Platz ist mittlerweile durch Tore verschlossen, die nur zu den Theatervorstellungen geöffnet werden.

Der Hans-Auenmüller-Platz soll als attraktiver Platz im Stadtraum wieder für die Öffentlichkeit auch tagsüber nutzbar sein und zudem die Möglichkeit bieten, Konzerte und Kleinkunstaufführungen im Freien zu gestalten.
Durch die Öffnung wird der Platz zum verbindenden Element zwischen Stadtzentrum und südlichem Wohngebiet der Stadt.
Zur Stärkung des sozialen Miteinanders sollen Freilichtbühne und Tribüne auch von Schulklassen oder freien Künstlern zu Projektaufführungen genutzt werden können.

Zum Zentrum des Platzes wird die überdachte Bühne mit einer ansteigenden Tribüne. Die Bühne wird als bodengleiche asphaltierte Fläche ausgeführt, die Überdachung als Stahlkonstruktion mit Einzelstützen und abgespannten Dachträgern.
Die Tribüne wird mit Blockstufen in Beton versetzt ausgeführt, Stufentiefe 1 m, Stufenhöhe 15 cm, zur Bestuhlung vorgerichtet. Seiten und Rückseiten werden angeböscht und in die vorhandene Grünfläche auslaufend mit Wieseneinsaat versehen. Der alte Baumbestand bleibt erhalten. Die Brunnensteine werden versetzt. Die Zuwegung zum Stadtzentrum wird geebnet und auf eine Breite von 5 m verringert, die Restfläche wird begrünt. Ein Info-Turm mit Bildschirmen in 2 Richtungen wird das aktuelle Programm und die
Veranstaltungen anzeigen.
Zum Parkplatz im Südwesten wird eine 4 m breite Treppe angelegt, die in direkter Linie auf den Theatereingang zuführt. Die Mauer, die den Platz an dieser Stelle abgeschlossen hat, wird abgebrochen, daneben werden Beh.-Stellplätze angeordnet. Die Naturstein-Pflasterflächen werden aufgenommen und neu verlegt, die Mastleuchten werden erneuert.